Koppelfest 2016

Wir dürfen an dieser Stelle den ungekürzten AZ-Artikel veröffentlichen, den uns der Reporter freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Danke!

Nackenheim – Am Ende des zweiten Koppelfests der Katholischen Jugend Nackenheim (KJN) am vergangenen Wochenende stand die Erkenntnis, dass Petrus zwar offenbar kein Nackenheimer ist, die Bewohner der Zuckmayer-Gemeinde sich jedoch auch durch schlechtes Wetter nicht vom Feiern abbringen lassen. Die Organisatoren jedenfalls zogen trotz der wetterbedingten Widrigkeiten ein positives Resümee: „Natürlich ist es sehr ärgerlich, dass das Wetter gerade zum Wochenende hin so schlecht wurde. Umso mehr freuen wir uns aber über die zahlreichen Besucher, die dem Regen und den niedrigen Temperaturen getrotzt haben“, so Bettina Jakob von der KJN. „Beim Aufbauen hatten wir einen Sonnenbrand, beim Feiern regennasse Kleidung“, ergänzte sie augenzwinkernd.

Trotz des Regens fanden viele Gäste den Weg auf die zum Festplatz umgestaltete Nackenheimer Koppel und ließen es sich bei Wein, Spanferkel und anderen rheinhessischen Speisen, allesamt zubereitet vom Nackenheimer Gastronom Costas Michailidis, gut gehen. Wie als Entschädigung für die Nässe von oben bescherte der Himmel, nachdem die Regenwolken verzogen waren, den Anwesenden zudem hervorragenden Weitblick und einen sehenswerten Sonnenuntergang.

Tau aus Himmelshöhn“

Am nächsten Morgen begann das Hochamt an der nahegelegenen Bergkapelle ebenso von Sonnenstrahlen beschienen. Pfarrer Reinhold Ricker zelebrierte unter blauem Him­mel, bis dieser erneut seine Schleusen öffnete. Unter Pavillons und Schirme gedrängt, sangen die Gottesdienstbesucher beim abschließenden „Großer Gott, wir loben dich“ gegen den prasselnden Regen an. „Den Tau aus Himmelshöhn haben wir uns anders vorgestellt“, resümierte Ministrant Jan Florenkowski treffend.

Doch wie am Vortag wurde nach dem Regenschutt weitergefeiert. Die Koppelbesucher lauschten dem urigen Liedgut des Männergesangvereins 1857 und den Klängen der Alphornbläser um die Nackenheimerin Susanne Griese. Beim „Internationalen Frühschoppen“ wurde auch der afghanische Reistopf Rabuli serviert, den einige Flüchtlinge zubereitet hatten, die mit den Jugendlichen der KJN befreundet sind. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Gerichts gehen an den Flüchtlingsarbeitskreis „United Nackenheim“. „Was wir ansonsten verdienen, fließt vollständig in unsere Jugendarbeit und die Gruppenstunden der KJN“, erklärte Bettina Jakob.
Das Fazit zum Koppelfest liefert ein Nackenheimer Festbesucher: „Solange der Riesling gut und schön trocken ist,“ scherzte er, „kann es drum herum auch mal nass sein.“ Mit Sicherheit ist daran etwas Wahres.